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Ausreden und Ausflüchte (sonstige Themen)

verfasst von Regine(R) E-Mail, 13.02.2016, 22:16
(editiert von Regine, 13.02.2016, 23:15)

» ich finde es Interessant vor allem, dass der Gedanke der Wiedergeburt in
» der westlichen Kultur als verlockend und sympathisch gesehen wird - denn
» im Buddhismus und Hinduismus ist der ewige Kreislauf die Hölle, die Leute
» fürchten sich davor. Die Erlösung im Buddhismus ist eben das Ausbrechen
» aus diesem ewig kreisenden Rad, das manchmal sogar als „Folterrad"
» bezeichnet wird.

Wen ich noch einmal in meine Zeit vor der Rückkehr zu Jesus Christus hineinlausche, in der ich mir auch meinen eigenen Glauben mit fernöstlichen und anderen Elementen diverser Religionen und Glaubensansichten zusammengebastelt hatte, dann war diese Zeit im Grunde ein Davonlaufen vor meinen eigenen Sünden und vor dem Kreuz Christi.

Mir war klar, daß ich eigentlich nach einer Zeit der Sünde hätte eine Beichte ablegen müßte, aber ich suchte nur eines, die große Ausflucht davor. Dieses Ausflucht war eben jene, mich mit neuen Glaubensvorstellungen zu betäuben, um diesen Ruf Gottes zu übertünchen. Das wurde schnell zum Selbstläufer, zu einem Mechanismus, zu einer restlosen Verdrängung. Diese Stimme hörte ich dann auch irgendwann gar nicht mehr. Das schlechte Gewissen war zum Schweigen gebracht worden. Ich war doch ein "guter Mensch", "spirituell", wollte niemandem etwas Böses, arbeitete noch für das spirituelle Erwachen anderer... Alles drehte sich um das Höhere Selbst, Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Selbsterfahrung, Selbstheilung, Selbsterlösung, Selbstvervollkommnung ...

Wenn ich mich an diese Zeit zurückerinnere, dann kannte ich viele, die spirituell suchend waren. Sie suchten spirituelle Erfahrungen und Erlebnisse, sie suchten Gesundheit und Erlösung von ihren Leiden, sie suchten ihr Höheres Selbst, sie suchten Neues und nochmal Neues, sie suchten und suchten..., aber niemand suchte die Wahrheit, niemand suchte Gott. Auch ich nicht.

Ich geriet dann mehr und mehr in eine schwere spirituelle Krise. Auf einer großen Konferenz zu Spirituellen Krisen, auf der namhafte Redner aus der ganzen Welt, darunter ein hochrangiger Buddhist aus Fernost, anwesend waren, war ich dann in einem Seminar, in dem es um spirituelle Seelsorge ging. Diese amerikanische Seelsorgerin sagte, daß wenn Menschen bei ihr in der Seelsorge sind, die von ihrer Herkunft her Juden oder Christen wären, würde ihr Geistführer (oder Engel, weiß nicht mehr genau, wie sie das Wesen bezeichnete), sagen, daß diese Menschen zu ihrem Gott, also zu Jahwe oder zu Jesus Christus, zurückkehren müßten, sie würden sonst keine Heilung in ihren Krisen erfahren.

Das war meine persönliche "Dämmerstunde", in der mir dämmerte, daß jegliches weitere Davonlaufen wohl keinen Wert mehr hatte, und ich wirklich zu meinem christlichen Glauben zurückkehren muß, wenn ich wirklich aus dieser handfesten Krise herauskommen wollte. Noch heute habe ich Achtung vor dieser Frau, die - obwohl selbst keine Christin -, doch einen Strahl des Lichtes und der Wahrheit vom dreifaltigen Gott empfangen hat. Das war der Beginn meiner Einkehr und Umkehr, die ich dann auch nach und nach umsetzen konnte, auch wenn es noch gedauert hatte.

Dieses Davonlaufen war im Grunde ein Davonlaufen vor meinem eigenen Glauben, der mich einmal getragen hatte, ein Davonlaufen vor dem Kreuz, vor Jesus Christus selbst. Ich scheute den Blick aufs Kreuz, vor dem ich hätte die Entscheidung der Umkehr treffen müssen. Das Kreuz ist der Scheideweg der ganzen Menschheit schlechthin, ob der einzelne davon weiß oder nicht. Vor dem Kreuz werden wir in die alles entscheidende Entscheidung gerufen. Für Nichtchristen muß natürlich die Verkündigung des Evangeliums vorausgehen, aber für mich als getaufter Christ, der die Botschaft vom Kreuz kannte und verstanden hatte, war das nicht mehr nötig, - ich mußte umkehren. In naher Zukunft werden wir alle vor diesem Kreuz stehen und in die Entscheidung für oder gegen Christus gerufen werden. Unterm Kreuz muß das erhöhte Selbst sterben, Christus ist der Erhöhte.

Die katholische Kirche feiert am 14. September das Fest der Kreuzerhöhung, das dies zum Ausdruck bringt. Mir kam das dann später einmal sehr eindrücklich zu Bewußtsein, daß unser Platz am Fuß des erhöhten Kreuzes ist: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Lk 9,23). Selbstverleugnung statt Selbstverwirklichung ist gefragt, und Selbsthingabe ist der Weg, die Hingabe an den dreifaltigen Gott der Liebe.

Ich würde heute gerne einmal einen Blick auf diese Liste mit Ausreden und Ausflüchten werfen, mit denen ich mich damals abgehalten hatte, umzukehren. Sie muß ellenlang sein. Eine lange Liste von Schuld und Sünde. Jesus hat sie ausgelöscht, vergeben, gesühnt. Aus Liebe. Die Botschaft vom Kreuz ist die größte Liebesbotschaft der Welt, eine größere gibt es nicht.


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